Seminar-Archiv

(keine aktuellen Termine, Seminare auf Anfrage)

Es lebe die Puppe! Teil 1

Von der Hand zur Puppe

Kasper, Gretel und das Krokodil. Wir alle fieberten in unserer Kindheit bei Handpuppenspielen mit den Helden mit. Auch im Erwachsenenalter ziehen uns Theaterpuppen in ihren Bann – beim Zuschauen oder in eigenen Spielideen. Das Spektrum der Ausdrucksmöglichkeiten reicht vom deftigen Jahrmarktstheater bis zum feinen poetischen Spiel.

In diesem Kurs steht als Spielmittel die Hand selbst im Mittelpunkt. Anregungen im spielerischen Umgang bieten die eigenen puren Hände (Handspiel), dann Farben (die bemalte Hand), Handschuhe und erste Figurenköpfe, die in direkter Verbindung mit der Spielerhand zur Spielfigur werden. Über diesen spielerischen Weg nähern Sie sich unter professioneller Anleitung der Handpuppe und deren Spiel- und Ausdrucksmöglichkeiten.

Dieser Kurs ist geeignet für Interessierte mit und ohne Theatererfahrung, die das Handpuppenspiel kennen lernen und Einblicke in die Möglichkeiten dieser Figurenart erhalten möchten. Die vorgestellten Methoden sind ebenfalls vielfältig einsetzbar in der pädagogischen Praxis.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, wenn vorhanden eigene Handpuppen.

Es lebe die Puppe! Teil 2

Spiel mit Hand- und Klappmaulpuppen in der pädagogischen Praxis

Handpuppen faszinieren mit ihrer Lebendigkeit Kinder und Erwachsene. Klappmaulpuppen haben schon längst Theaterbühnen, Comedyclubs und Fernsehen erobert.

Das lebendige Spiel mit der traditionellen Handpuppe und verschiedenen Formen der Klappmaulpuppe soll Zentrum dieses Spielseminars sein.

Kasper, Tod und Teufel, der Tischtennisball auf dem Puppenspielerfinger, die Figuren aus der Sesamstraße, Puppen aus der pädagogischen Praxis oder Figuren klassischer Theaterstücke – alles Handpuppen?

Aber wie werden sie im Spiel lebendig? In welchen Räumen können sie agieren und welche Rolle spielt der sichtbare Puppenspieler?

Antworten auf diese und eigene Fragen rund um Spielmöglichkeiten und Einsatz der Hand– und Klappmaulpuppen in der pädagogischen Praxis werden wir in diesem Seminar finden.

Über die Sprach– und Bewegungsfindung der Handpuppe im spielerischen Prozess entwickeln wir individuell ausgehend von den Figuren kleine Spielszenen.

Ein Seminar für puppenspielbegeisterte Pädagogen, Erzieher und Multiplikatoren mit Spielerfahrungen, aufbauend auf das Seminar „Es lebe die Puppe! Teil 1“.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, dicke Socken, eigene Hand– und Klappmaulpuppen.

Inszenierungsprojekt „Wenn jemand eine Reise tut…“

für Interessierte aus den Bereichen Figurentheater, Erzähltheater, bildende Künstler

Wenn jemand eine Reise tut,
So kann er was verzählen.
D’rum nahm ich meinen Stock und Hut
Und tät das Reisen wählen.
Matthias Claudius

Geschichten vom Reisen, Weggehen, Unterwegssein und Ankommen sind thematische Grundlage unserer spielerischen und bildnerischen Auseinandersetzungen. Dabei werden sowohl von den Teilnehmern/innen mitgebrachte Texte, Objekte und Figuren wie auch Angebote der Dozentin in die Probenarbeit einfließen.

Auf Reisen gefundene Gegenstände – ob Naturmaterialien vom Strand, Erinnerungsstücke aus fremden Ländern oder Gefundenes vom Wegesrand – wollen wir ebenso wie literarische Vorlagen in unsere Inszenierungsarbeit einbeziehen. Die Suche nach den Geschichten, die in den Dingen stecken, führt oft auf ungeahnte Wege.

Im Prozess der szenischen Umsetzung der entwickelten Spielvorlagen lenken wir den Fokus auf das Figurentheater der kleinen Form. Wir bringen Materialien und Objekte ins Spiel und experimentieren mit Licht und Schatten. Aus diesem reichen Fundus des Figurentheaters schöpfen wir und inszenieren kurze abgeschlossene Szenen in, auf und mit einem Koffer.

Alles, was in einen (kleinen) Koffer passt, darf dabei sein! Der Reisekoffer wird zentrales Bühnenobjekt und bindet so die verschiedenen Spielformen.

Im Laufe des 14 tägigen Inszenierungsprojektes erarbeiten die Seminarteilnehmer/innen eigenständig mit den Dozentinnen Anne Swoboda (Regie und Puppenspiel), Annekatrin Heyne (bildnerische Gestaltung) und Dorothea Theurer (Sprecherziehung) einzeln oder im Duo Reisegeschichten in theatralen Darstellungsformen. Dabei entsteht durch die bewusste Auswahl und Erprobung der Darstellungsmittel (Schauspiel, Puppenspiel und Objekttheater) eine kleine Theaterform mit dem jeweils eigenem Bühnenobjekt Koffer. Am Ende des Seminars nimmt jede/r einen Koffer voller Ideen und eine eigene Koffergeschichte mit auf die Heimreise.

Die Arbeitsergebnisse werden in einer Werkstattaufführung dem Publikum vorgestellt.

Jede/r Teilnehmer/in bringt einen Koffer aus Pappe, Leder, Holz, Stoff (bitte keine Kaufhausartikel), einen zum Thema passenden Text (max A4 Seite) und kleine auf Reise(n) gefundene Gegenstände mit.

Die Kunst der Inszenierung - Intensivkurs Regieberatung

Dieses Seminar behandelt grundlegende Fragen der Puppentheaterinszenierung.

  • Wie nähere ich mich einem Stoff an?
  • Welche Mittel erfordert das Thema, diese Geschichte?
  • Welche Möglichkeiten des Puppentheaters sind dafür besonders geeignet und warum?
  • Welche künstlerische Umsetzung wähle ich?
  • Wie komme ich zu Entscheidungen auf dem Weg der Inszenierung?
  • Welches Arbeitsmodell ist für mich das richtige?
  • Wie kann effektive Probenarbeit aussehen?
  • Wie realisiere ich diese?

Nur ein kleiner Ausschnitt aus dem riesigen Fragenkatalog, der (meist allein) inszenierenden Puppenspielern begegnet.

Mit diesem Fragenkatalog wollen wir uns individuell, produktiv und lösungsorientiert beschäftigen.

Die Teilnehmenden haben während des Seminars die Möglichkeit, ihre eigenen Projekte im aktuellen Inszenierungsstadium vorzustellen, sich mit der Dozentin/Regisseurin auszutauschen und sich bei ihr und in der Gruppe Anregungen für die Inszenierungsarbeit zu holen.

Über die Analyse des vorhandenen szenischen Materials (Figuren, Bühne, Text, Konzept, Modell, Spielfassung…) er- oder bearbeiten wir das Inszenierungskonzept, strukturieren die Probenarbeit und erproben dies im zeitlichen Rahmen des Seminars. Dabei werden verschiedene Arbeitsmodelle kennengelernt und eigene Vorgehensweisen können dazu ins Verhältnis gesetzt werden.

Diese Werkstattarbeit versteht sich als Motivationsschub, fachliche Beratung und produktiver Austausch auf dem eigenen konkreten Inszenierungsweg.

Mit der Anmeldung reichen die Teilnehmer ihren stückbezogenen Fragenkatalog ein und stellen ihr Projekt der Dozentin kurz vor. Im Seminar selbst wird die angestrebte Inszenierung im jeweiligen Zustand vorgestellt.

Theater von Anfang an

Impulse für das Feld frühkindlicher ästhetischer Bildung

Ziel der Weiterbildung:

Unter dem Titel „Theater von Anfang an! Vernetzung, Modelle, Methoden: Impulse für das Feld frühkindlicher ästhetischer Bildung“ begannen 2006 Künstlerinnen, Erzieherinnen und Wissenschaftler/-innen an vier Standorten in Deutschland Theaterformen für Kinder und mit Kindern unter fünf Jahren zu erforschen und zu entwickeln. Anne Swoboda war mit Theater 7Schuh Berliner Projektpartner dieser Initiative.

Ausgehend von den gemachten Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnissen werden in diesem Seminar Methoden des Theaterspiels im Kindergarten mit dem speziellen Ansatz des materialbezogenen Spiels vermittelt. Ein Augenmerk liegt dabei auf der Förderung des natürlichen Entdeckungsdrangs der Kinder. Die Absolventen des Aufbaukurs erhalten das Zertifikat der Hochschule Zittau/Görlitz „Theater von Anfang an! Impulse für das Feld frühkindlicher ästhetischer Bildung“.

Zielgruppen:

  • Fachkräfte im sozialen, sozialtherapeutischen und medizinischen Bereich, die mit Kindern im Alter von 2-4 Jahren arbeiten oder arbeiten wollen
  • Studierende höherer Semester
  • Besonders geeignet für Studenten des Studiengangs „Pädagogik der frühen Kindheit“

Inhalte:

Grundkurs:
  • Spielpädagogische Grundlagen und ihre Anwendung
  • Sinnesschulung und Wahrnehmungsübungen
  • Spielangebote unter dem Focus der ästhetischen Bildung
  • Praxisbeispiele aus dem Projekt „Theater von Anfang an! Vernetzung, Modelle, Methoden: Impulse für das Feld frühkindlicher ästhetischer Bildung“
  • Ausprobieren von Methoden des darstellenden Spiels unter Selbsterfahrungsaspekten
  • Aufbau und Anwendung materialbezogener Spielsequenzen
  • Entwickeln und Ausprobieren einer theaterpädagogischen Projektarbeit für Kinder unter 5 Jahren
Aufbaukurs:
  • Erweiterung der spielpädagogischen und theaterpädagogischen Fähigkeiten
  • bildgestütztes Erzählen im Kindergarten
  • Entwicklung von Spielangeboten unter Einbeziehung der Möglichkeiten des Puppenspiels für und mit der Altersgruppe in der pädagogischen Praxis
  • Anwendung von Ritualen und sich regelmäßig wiederholenden Mustern
  • Auswahl von Themen und deren ästhetische Umsetzung
  • Sprachförderung mit den Möglichkeiten des Puppenspiels
  • Einblick in Theaterformen für kleine Kinder
  • Zusammenführen der Methoden in einer theaterpädagogischen Projektarbeit in Kleingruppen
  • Ausblick auf die eigenständige Entwicklung von Angeboten zur frühkindlichen ästhetischen Bildung in der beruflichen Praxis

Arbeitsgrundsätze und Methoden:

  • Wechsel von aktiven Phasen des Ausprobierens und Reflexionsphasen
  • prozessorientierte Arbeitsweise, erlebnisorientierter Ansatz
  • Bereitschaft zum spielerischen Ausprobieren wird vorausgesetzt
  • Förderung der Entwicklung der eigenen Kreativität
  • Lerninhalte werden über praxisnahe Übungsbeispiele vermittelt

Seminarleitung:

Anne Swoboda – Diplompuppenspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin bildet seit über 10 Jahren im künstlerischen und pädagogischen Bereich aus und weiter.

Termine:

Die Weiterbildung mit insgesamt 32 Unterrichtseinheiten besteht aus 2 aufeinander aufbauenden Blockveranstaltungen (Grundseminar + Aufbauseminar). Der Grundkurs kann auch einzeln besucht werden.

Organisatorische Aspekte:

Um effektives Arbeiten zu ermöglichen, werden maximal 15 Teilnehmende aufgenommen.

Theaterpädagogik

Einsatz von SPIEL- UND THEATERPÄDAGOGIK in sozialen Berufen

Ziel der Weiterbildung:

In dieser Weiterbildung steht der Einsatz spielerischer Elemente als Medium und Methode in sozialen Berufen im Focus. Ausgangspunkt bildet die Vermittlung von Grundlagenwissen und dessen aktive Anwendung in Übungseinheiten. Dabei konzentriert sich das erste Blockseminar auf die Medien Spiel und Theaterspiel und deren vielfältiger Einsatz im Feld der sozialen Berufe. Im zweiten Blockseminar wird das spielpädagogische Spektrum auf den bildnerischen Bereich erweitert. Die Absolventen des Grund- und Aufbaukurses erhalten das Zertifikat der Hochschule Zittau/Görlitz „Einsatz von Spiel- und Theaterpädagogik in sozialen Berufen“.

Zielgruppen:

  • Fachkräfte im sozialen, sozialtherapeutischen und medizinischen Bereich, u.a. Pädagogen in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit
  • Ergotherapeuten
  • Heilerziehungspfleger
  • Physiotherapeuten
  • Altenpfleger
  • Studierende höherer Semester

Inhalte:

Grundkurs:
  • Spielpädagogische Grundlagen in Theorie und Praxis
  • Theaterpädagogik als Unterkategorie der Spielpädagogik
  • Ausprobieren von Methoden des darstellenden Spiels unter Selbsterfahrungsaspekten
  • Anwendungsgebiete des darstellenden Spiels
  • Wahrnehmungsübungen und Sinnesschulung
  • Die Hand als Spielmaterial in den Bereichen der Spielpädagogik und des Theaterspiels in Anlehnung an das Hand(puppen)spiel
  • Entwickeln und Ausprobieren einer spielpädagogischen Projektarbeit am Beispiel „Spielhand – Handspiel“
  • Ausblick auf das 2. Blockseminar mit dem Schwerpunkt der bildkünstlerischen Arbeit
Aufbaukurs:
  • Einführung in die Methode des Darstellenden Spiels mit Material
  • Aufbau von Spielfolgen zu einzelnen Materialen wie Papier, Holz, Knete
  • Verbinden von Darstellendem Spiel, Sprache und bildkünstlerischen Methoden im pädagogischen Kontext
  • Zusammenführen der spielerischen und gestalterischen Elemente am Beispiel der Projektarbeit „Handspiel – Handdruck“
  • Ausblick auf die eigenständige Entwicklung spielpädagogischer und theaterpädagogischer Projekte in der beruflichen Praxis

Arbeitsgrundsätze und Methoden:

  • abwechslungsreicher und dabei klar strukturierter Seminaraufbau
  • prozessorientierte Arbeitsweise, erlebnisorientierter Ansatz
  • Bereitschaft zum spielerischen Ausprobieren wird vorausgesetzt
  • die Persönlichkeit des Einzelnen respektierendes und förderndes, konstruktives Arbeiten in Kleingruppen und im Gruppenverbund
  • Entwicklung der eigenen Kreativität
  • Lerninhalte werden über praxisnahe Übungsbeispiele vermittelt

Seminarleitung:

Anne Swoboda – Diplompuppenspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin bildet seit über 10 Jahren im künstlerischen und pädagogischen Bereich aus und weiter.

Termine:

Die Weiterbildung mit insgesamt 32 Unterrichtseinheiten besteht aus 2 aufeinander aufbauenden Blockveranstaltungen (Grundkurs + Aufbaukurs). Der Grundkurs kann auch einzeln besucht werden.

Organisatorische Aspekte:

Um effektives Arbeiten zu ermöglichen, werden maximal 15 Teilnehmende aufgenommen.

Schattenspiel VHS

Mit Schatten spielen

künstlerische Werkstatt zum Bau und Spiel eines Schattentheaters im Bilderrahmen

Das Schattenspiel, auch Schattentheater, ist vermutlich die älteste Kunstform in der Welt des Puppentheaters. Dabei wird eine Geschichte erzählt, indem Schatten auf eine beleuchtete Fläche geworfen werden. Verwendet werden zur Erzeugung der Schatten oft zweidimensionale, manchmal mit farbigen Folien bespannte Figuren, die dicht an der Leinwand geführt werden. Seit der Blütezeit des Schattentheaters in der Romantik wurden vor allem in Frankreich und später in Deutschland immer bewegungsfähigere Figuren entwickelt. Durch das Entfernen des Objektes vom Schattenschirm kann der Schatten auch verzerrt und überdehnt werden und ist nicht mehr allein ein Abbild der Figur.

In diesem Workshops werden eigene Schattentheater mit Figuren entworfen, gebaut und ausprobiert. Dabei ist der Schattenschirm ein bespannter Bilderrahmen. Die Figuren werden aus Pappe und Papier hergestellt. In einem spielerischen und bildnerischen Entwicklungsprozess fügen sich die Bilder zu einer Szenencollage zusammen. Thematische Grundlage werden dabei Gedichte, Balladen und Kurzgeschichten bilden.

Weiterhin erhalten die Teilnehmer Einblick in die Kombinationsmöglichkeiten dieser Theatertechnik mit anderen Formen des darstellenden Spiels.

Der Workshop wendet sich einerseits an Interessierte, die erste Erfahrungen mit dem Schattentheater für den privaten Gebrauch z.B. im Familienkreis suchen. Andererseits ist er Anregung für die pädagogische Arbeit und die Einbindung dieses Mediums in Kindergarten und Schule.

Dozentin: Anne Swoboda

Mira Lobe zum 100.

literarisches Sprach– und Spielseminar

Unter diesem Titel öffnet sich eine Literaturwerkstatt zum Werk und zur Person Mira Lobe. Die berühmte Kinderbuchautorin verbrachte ihre Kindheits- und Jugendjahre in Görlitz und hätte 2013 ihren 100. Geburtstag gefeiert. Anlass genug um auf ihren Spuren zu wandeln!

Durch die spielerische Beschäftigung mit Texten und Bildern finden die KursteilnehmerInnen einen eigenen Zugang zur ausgewählten Kinderliteratur. Methoden aus den Bereichen Theaterpädagogik, Puppenspiel und der bildenden Kunst werden kennengelernt. Durch das eigene Ausprobieren von Illustrationstechniken, Sprachspielen und theatralen Umsetzungsformen, gelingt das Eintauchen in die Geschichtenwelt. Diese praxisnahen Techniken der Literaturvermittlung in Kindergarten, Schule und Familie können auf andere Autoren und Bücher angewendet werden.

Kursgruppengrösse: 6-12

Der Kurs wendet sich an interessierte Pädagogen, Erzieherinnen, Sozialpädagogen, Lesepaten und Vorleser.

Regieseminar Inszenierungswege

Konzept – Umsetzung – Regie

Dozentin: Anne Swoboda – Diplompuppenspielerin, Regisseurin, Dozentin

  • Welche Vorlage eignet sich für ein Theaterstück?
  • Welche Mittel erfordert das Thema, diese Geschichte?
  • Welche Möglichkeiten des Puppentheaters sind dafür besonders geeignet und warum?
  • Welche künstlerische Umsetzung wähle ich?
  • Welches Arbeitsmodell ist für mich das richtige?
  • Wie kann effektive Probenarbeit aussehen?
  • Und was ist eigentlich Regie?

Auf dem Weg zur Inszenierung begegnen uns viele Fragen. In dieser Fortbildung wollen wir Antworten suchen und finden. Wir beschäftigen uns produktiv und lösungsorientiert mit Themen aus den Bereichen Konzeptarbeit – Dramaturgie – bildnerische und spielerische Umsetzung – Szenenarbeit – Regie.

Oft sind dies Arbeitsfelder, in denen Puppenspieler oder inszenierende Pädagogen allein und/oder mit Hilfe eines Regisseurs eigene Antworten finden müssen.

Das Seminar gibt aus professioneller Sicht Methoden an die Hand, die gemeinsam praktisch erarbeitet werden. Im zeitlichen Rahmen des Seminars haben die Teilnehmenden auf Wunsch die Möglichkeit, eigene Projekte im aktuellen Inszenierungsstadium vorzustellen. Der Austausch mit der Dozentin/Regisseurin und der Gruppe kann so konkret Anregungen für die weitere Probenarbeit geben.

Das Seminar versteht sich als Motivationsschub, fachliche Beratung und produktiver Austausch auf dem eigenen Inszenierungsweg.

Bitte mitbringen:

  • eigene Puppen, Puppenspielszene – wenn vorhanden
  • mind. 30 cm Lineal, Geometriedreieck, Cutter, Schere, Schreibzeug, Farbstifte oder Wasserfarben, Skizzenblock/-buch
  • für das kleine warming up bitte Turnschuhe und bequeme Kleidung

Teilnehmer, die eigene Projekte vorstellen möchten, werden vorab um Rücksprache mit der Dozentin gebeten.

Grundausbildung Figurentheater Stufe II

Seminar für Absolventen der Grundstufe I und Teilnehmer mit gleichwertigen Vorkenntnissen

MiniDramen in Szene gesetzt

MiniDramen sind Kürzeststücke, szenische Reduktionen, dramatische Bagatellen – sind minimal art.

Ein MiniDrama ist mehr die Idee als deren Realisierung, ist mehr Situation als deren Analyse, ist oft der kürzeste Weg zur erhellenden Pointe. Kein Wunder, dass es vor allem die Jahre um die Jahrhundertwende, die Zwanziger und dann die befreienden und aufmüpfigen Fünfziger und Sechziger Jahre waren, in denen MiniDramen entstanden. Ihre Autoren waren weniger die beschreibenden, didaktisch-ideologischen, sondern eher die spielerisch destruktiven.

Im MiniDrama sprengt anarchische Lust die Formen der Welt und die des Theaters in lauter kleine Stücke, um in den Splittern selbst ein MiniWeltTheater zu entdecken.

Für die Seminar- und Probenarbeit in der Aufbaustufe werden solche MiniDramen szenische Grundlage sein. Dabei sollen je nach inhaltlicher Vorlage verschiedene Formen des Puppenspiels kennengelernt und spielerisch angewendet werden. Kombinationen von Handpuppenspiel und Schattenspiel, offene Spielweise mit direkt geführten Figuren und Formen des Materialtheaters bei der Entwicklung des Bühnenraumes und die Rolle des Puppen-/Schauspielers werden uns bei der Erarbeitung dieser kurzen Theaterstücke beschäftigen. Dabei arbeiten die Teilnehmerinnen in Kleingruppen und solistisch. Am Ende der Ausbildung in der Aufbaustufe fügen sich die erarbeiteten Splitter zu einer Werkstattaufführung zusammen.

Die Seminararbeit gliedert sich in drei Arbeitsphasen.

In der ersten Woche werden künstlerische Umsetzungen der dramatischen Vorlagen auf spielerisch – improvisativem Weg entwickelt, Ideen zu Figurenformen und Bühnenbild angelegt.
Dozentin: Anne Swoboda

In der zweiten Arbeitswoche erarbeiten die Teilnehmer/innen gemeinsam mit dem Bühnenbildner und Figurenbauer die eigene bildhafte Umsetzung der MiniDramen.
Dozent: Jürgen Maaßen

In der Abschlusswoche werden die entstandenen bildnerischen und spielerischen Elemente zu einem szenischen Ganzen zusammengebracht, geprobt und aufgeführt.
Dozentin: Anne Swoboda

Werkstattaufführung geplant im Rahmen eines Festes

Handpuppenspiel für Kinder in der Tagespflege

Kleine Kinder sind von Handpuppen fasziniert. Als pädagogische Methode lässt sich das Spiel mit diesem Medium vielseitig gestalten und einsetzen. Diese Veranstaltung eignet sich besonders für Teilnehmer/innen, die gern kreativ und experimentierfreudig sind. Die Lerninhalte werden durch praxisnahe Übungsbeispiele vermittelt.

Ziele:

In dieser Fortbildung steht der Einsatz spielerischer Elemente als Medium und Methode in der Kinder-Tagespflegestelle im Vordergrund. Ausgangspunkt bildet die Vermittlung von Grundlagenwissen zum Thema Puppenspiel und dessen aktive Anwendung in Übungseinheiten.

Die spielerischen Fähigkeiten der Teilnehmer/innen werden geschult. Die Arbeit in kleinen Gruppen macht hierbei eine individuelle Entwicklung der Spielfertigkeiten möglich. Mit den Grundlagen, die in diesem Seminar für das Handpupppenspiel gelegt und erweitert werden, kann jeder/jede Teilnehmer/in individuell weiterarbeiten.

Inhalte:

  • Theoretische Grundlagen des Handpuppenspiels
  • Die Hand des Puppenspielers als Arbeitsmittel Handpuppen sensibel zu animieren, den eigenen Gestaltungswillen auf das Material zu übertragen, um Figuren sensibel zu animieren und um der eigenen Intuition Ausdruck zu verleihen
  • Methodische Grundlage in Form von Übungen aus dem Bereich der Körperarbeit und das Handmitteltraining, um ein schlüssiges Bewegungsrepertoire der Handpuppe zu erarbeiten
  • Weiterentwicklung der Fähigkeiten der Sprechstimme
  • Die Puppe als Subjekt im Spiel

Handpuppenspiel für Kinder in der Krippe

Kleine Kinder sind von Handpuppen fasziniert. Als pädagogische Methode lässt sich das Spiel mit diesem Medium vielseitig gestalten und einsetzen. Diese Veranstaltung eignet sich besonders für Teilnehmer/-innen, die gern kreativ und experimentierfreudig sind. Die Lerninhalte werden durch praxisnahe Übungsbeispiele vermittelt.

Ziele:

In dieser Fortbildung steht der Einsatz spielerischer Elemente als Medium und Methode in der Bildungsarbeit mit Kindern unter drei Jahren im Vordergrund. Ausgangspunkt bildet die Vermittlung von Grundlagenwissen zum Thema Puppenspiel und dessen aktive Anwendung in Übungseinheiten. Die spielerischen Fähigkeiten der Teilnehmer/-innen werden geschult. Die Arbeit in kleinen Gruppen macht hierbei eine individuelle Entwicklung der Spielfertigkeiten möglich. Mit den Grundlagen, die in diesem Seminar für das Handpupppenspiel gelegt und erweitert werden, kann jeder/jede Teilnehmer/-in individuell weiterarbeiten.

Inhalte:

  • Theoretische Grundlagen des Handpuppenspiels
  • Die Hand des Puppenspielers als Arbeitsmittel Handpuppen sensibel zu animieren, den eigenen Gestaltungswillen auf das Material zu übertragen, um Figuren sensibel zu animieren und um der eigenen Intuition Ausdruck zu verleihen
  • Methodische Grundlage in Form von Übungen aus dem Bereich der Körperarbeit und das Handmitteltraining, um ein schlüssiges Bewegungsrepertoire der Handpuppe zu erarbeiten
  • Weiterentwicklung der Fähigkeiten der Sprechstimme
  • Die Puppe als Subjekt im Spiel

Theaterpädagogik im Hort

Kinder im Grundschulalter haben viel Spaß daran, sich in verschiedenen Rollen auszuprobieren. Im Theaterspiel können sich alle Lernbereiche, wie sie in der Bildungskonzeption beschrieben sind, integrieren lassen. Die vielfältigen Lern- und Erfahrungsbereiche entsprechen darum einer dem Kind gerechten, ganzheitlichen Pädagogik.

Ziele:

In dieser Bildungsveranstaltung werden Grundlagenkenntnisse über theaterpädagogische Aspekte und deren praktische Umsetzungsmöglichkeiten im darstellenden Theaterspiel vermittelt. Theaterpädagogische Projektarbeit mit Kindern im Grundschulalter wird angeregt und vorbereitet.

Inhalte:

In diesem zweitägigen Seminar werden insbesondere folgende Fragen und Inhalte behandelt:

  • Spielpädagogische Grundlagen in Theorie und Praxis
  • Theaterpädagogik als Unterkategorie der Spielpädagogik
  • Ausprobieren von Methoden des darstellenden Spiels unter Selbsterfahrungsaspekten
  • Wahrnehmungsübungen und Sinnesschulung
  • Von der Planung bis zur Aufführung

Erlkönig trifft Loreley

Inszenierungsprojekt Balladen

Wer kennt sie nicht, die gute alte deutsche Ballade?

Als Besonderheit der Ballade gilt die Vereinigung der drei Grundarten der Poesie – sie enthält epische, lyrische und dramatische Elemente.

Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts („Balladenjahr“ 1797 mit bedeutenden Balladen von Goethe und Schiller) und im 19. Jahrhundert entwickelt sich als „deutsche Ballade“ eine kunstvolle Gedichtform (z.B. Goethes „Erlkönig“ sowie Balladen von Schiller, Mörike, Droste-Hülshoff, Heine, C. F. Meyer oder Fontane).

Thematisch setzt sich eine Ballade mit den Erlebnissen, Erfahrungen und Beziehungen der Menschen auseinander und stellt diese im Verhältnis zur Natur- und Totenwelt dar. Eine Ballade ist also ein Gedicht, in welchem zumeist anschaulich und spannend ein besonderes Ereignis erzählt wird.

In diesem Inszenierungsprojekt wollen wir uns auf neuen Wegen diesem literarischen Genre widmen.

Ausgehend von den Texten wird gesprochen, gespielt, gerissen, gefaltet, gesungen, gemalt, geleuchtet, geflüstert, geschnitten, gebaut, … und so enstehen mit Worten und Bildern kleine Theaterstücke in jeweils eigenem Bühnenbild.

Als wesentliches Material der bildnerischen Umsetzung wird uns Papier in seinen vielfältigen Formen und Verarbeitungsmöglichkeiten begleiten.

Die Seminarteilnehmer/innen werden in einem 14tägigen Zeitraum mit den Dozentinnen Anne Swoboda (Regie und Puppenspiel), Annekatrin Heyne (Puppen-, Objekt- und Bühnenbau) und Dorothea Theurer (Sprecherziehung) einzeln oder im Duo deutsche Balladen aus eigenem Blickwinkel in theatralen Darstellungsformen erarbeiten.

Zum Abschluss des Projektes werden die Arbeitsergebnisse in einem Balladenabend dem Publikum vorgestellt.

Erzähl(en) - Puppen – Theater

Freies Erzählen und Puppenspiel

Das Seminar richtet sich an Erzähler und Puppenspieler (und solche die es werden wollen) und lebt von der Begegnung dieser beiden Professionen.

Geschichtenerzählen erlebt in Deutschland seit 2000 eine neue Popularität.

Im Gegensatz zum Theater wird beim Storytelling frei erzählt. Eine lebendig erzählte Geschichte gewinnt die Aufmerksamkeit und Konzentration anderer Menschen leichter als eine nüchterne Ansprache.

Die Zuhörer versuchen, die Handlung, den Sinn, die Metaphern zu erfassen und die darin enthaltene Weisheit zu verstehen; sie werden in den Erzählvorgang einbezogen, erleben die Geschichte mit.

Für Kinder und Erwachsene wird erzählt und es kann sich dabei sowohl um traditionelle Geschichten, wie z.B. Märchen, Mythen und Sagen, als auch um moderne literarische Vorlagen handeln.

In diesem Seminar wollen wir das freie Erzählen mit dem Puppenspiel verbinden. Die Begegnung mit Wort, Klang und Bild und die Einbindung minimaler theatraler Elemente führen uns in das Land der Sprache und Fantasie.

Wir arbeiten am eigenen Erzählstil, formen den Erzählausdruck und nutzen Übungen aus dem Bereich der Sprecherziehung.

Literarische Vorlagen werden wir für das mündliche Erzählen aufbereiten.

Speziell aber lenken wir unseren Blick auf den Einsatz von Puppe, Objekt und Material im Erzählvorgang. Dabei bewegen wir uns im Grenzbereich zu Formen des Erzähltheaters und untersuchen die Rollen von Erzähler und Puppe. Mögliche Spielformen werden erprobt und die dazu nötigen (Puppenspiel-)Techniken vermittelt.

Voraussetzung für die Arbeit in der Kleingruppe ist eine eigene Geschichte (Märchen, Sage) von maximal 1½ A4 Seiten Textlänge, die frei erzählt werden kann. Puppen, Objekte oder Material, mit denen diese erzählt werden kann, und eine Umsetzungsidee sollten ebenfalls im Gepäck sein.

Am Ende des Seminars werden die individuell erarbeiteten Geschichten einem Publikum weitererzählt.

Es lebe die Handpuppe!

Spiel mit Hand- und Klappmaulpuppen

Handpuppen faszinieren mit ihrer Lebendigkeit Kinder und Erwachsene. Klappmaulpuppen haben schon längst Theaterbühnen, Comedyclubs und Fernsehen erobert.

Das lebendige Spiel mit der traditionellen Handpuppe und verschiedenen Formen der Klappmaulpuppe soll Zentrum dieses Spielseminars sein.

Kasper, Tod und Teufel, der Tischtennisball auf dem Puppenspielerfinger, die Figuren aus der Sesamstrasse, Puppen aus der pädagogischen Praxis oder Figuren klassischer Theaterstücke – alles Handpuppen? Die Bandbreite im Spiel mit Hand- und Klappmaulpuppen reicht vom derben Jahrmarktstheater bis weit über den Theaterklassiker hinaus.

Aber wie werden sie im Spiel lebendig? In welchen Räumen können sie agieren und welche Rolle spielt der sichtbare oder unsichtbare Puppenspieler?

Antworten auf diese und eigene Fragen rund um Spielmöglichkeiten und Einsatz der Hand – und Klappmaulpuppen werden wir in diesem Seminar finden.

Methodische Grundlage werden dabei Übungen aus dem Bereich der Körperarbeit und das Handmitteltraining sein. Über die Sprach– und Bewegungsfindung der Handpuppe im spielerischen Prozess entwickeln wir individuell ausgehend von den Figuren kleine Spielszenen.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, dicke Socken, eigene Hand– und Klappmaulpuppen.

Geschichten aus dem Koffer

Figurentheater der kleinen Form

Für Interessierte aus den Bereichen Figurentheater, Erzähltheater, bildende Künstler

In dieser Spielwerkstatt lenken wir den Focus auf das Figurentheater der kleinen Form. Dabei bringen wir Materialien und Objekte ins Spiel, lernen neue und alte Formen des Papiertheaters und des Schattenspiels kennen und nutzen die Möglichkeiten direkt geführter Figuren.

Aus diesem reichen Fundus des Figurentheaters schöpfen wir und inszenieren kurze abgeschlossene Szenen in, auf und mit einem Koffer. Alles, was in einen (kleinen) Koffer passt, darf dabei sein!

Geschichten vom Suchen und Finden, Reisen und Ankommen sind thematische Grundlage unserer spielerischen Auseinandersetzung. Dabei können sowohl von den Teilnehmern/innen mitgebrachte Texte und Figuren wie auch Angebote der Dozentin in die Probenarbeit einfliessen.

Am Ende des Seminars nimmt jede/r einen Koffer voller Ideen und eine eigene Koffergeschichte mit auf die Heimreise.

Jede/r Teilnehmer/in bringt einen Koffer und einen zum Thema passenden Text mit.

Theaterspiel mit Hand und Fuß

Handspiel – Spielhand

Ausgehend von der Hand als Spielmaterial werden wir diese im ersten Werkstattteil als Spielmaterial neu entdecken. Weitere Anregungen im spielerischen Umgang bieten Farben und Handschuhe. Über diesen material- und animationsorientierten Weg nähern wir uns der Handpuppe und deren Spiel – und Ausdrucksmöglichkeiten.

Schritt um Schritt

Das impulsgebende Spielmittel im zweiten Werkstattteil sind Schuhe. Aus ihnen und mit ihnen entwickeln sich Szenen.

Hier führt der methodische Weg von der Beobachtung und Assoziation, über das Kennenlernen von Bewegungsübungen und Körperarbeit zur Improvisation eigener Schuhgeschichten.

Im Gegensatz zum Sport dient das Körpertraining im Theater nicht einfach der körperlichen Ertüchtigung; Ziel ist es nicht, physische Leistungen zu erbringen. Vielmehr sollen Körperübungen die Spieler dazu befähigen, auf spielerische und spannende Weise eine Geschichte zu erzählen.

Wir richten in dieser Werkstatt unseren Blick auf die Hände und Füße, um uns so, Schritt für Schritt, auf den Weg zu spielerischen Aktionen zu machen.

© Copyright 2016 - Anne Swoboda